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Mittwoch, 27. Januar 2016

Cardboard - ein Erlebnis der 3. Dimension

Meinung

Cardboard
Das Cardboard ist nicht neu, aber trotzdem treffe ich immer wieder Leute, die davon noch nie etwas gehört haben. Ursprünglich, auf der Google I/O 2014 als Giveaway verteilt, hielt man Cardboard zunächst für einen Gag. Schnell stellte sicher heraus dass das 20% Projekt von Google Mitarbeitern ganz ernst gemeint war. 2015 wurde wieder auf der Entwicklerkonferenz das Cardboard 2.0 vorgestellt. Damit lassen sich alle Smartphones in der Brille bedienen, nachdem es mit dem "magnetischen Knopf" der Vorgängerversion bei manchen Modellen Probleme gab. Es lohnt sich wirklich Cardboard auszuprobieren. Vor allem in Kombination mit Kopfhörern erhält man ein, für die Kosten, faszinierendes VR Erlebnis. Es wird erwartet, dass das Cardboard auch 2016 auf der Google I/O wieder einen Auftritt bekommt.
Sogar diverse Firmen sind bereits auf Cardboard aufmerksam geworden und verschenken in Promoaktionen die VR-Brille. Allerdings muss man schnell sein, da das Kontingent sehr schnell vergriffen ist. Mir ging es so bei der Aktion von Mini; da war ich zu spät dran. Bei der Aktion von Samsung hatte ich Glück und ergatterte ein Cardboard. Cardboard kann man auch fertig kaufen. Eine erste Übersicht bietet die Seite von Google. Alternativ bemüht ihr einfach Eure Lieblingssuchmaschine oder geht auf diverse Verkaufsplattformen. Für Bastler oder Hersteller gibt es auch ein kostenloses Schnittmuster zum Download. Einen Karton hat man vielleicht noch rumliegen, aber die Linsen der Brille benötigt man trotzdem noch.

Um die Virtual Reality Brille zu vervollständigen benötigt ihr noch das Smartphone, welches in die Brille eingelegt wird. Cardboard funktioniert unter Android und iOS. Die erste Anlaufstelle wird sicher die Cardboard App sein, die ihr auf Google Play oder iTunes findet. Weitere Vorschläge gibt es wieder auf der Cardboard-Seite im Netz. So richtig gut, wird das Gefühl der virtuellen Realität, wenn ihr Kopfhörer benutzt. Tastet Euch mal vorsichtig heran, ich weiß von Leuten denen übel wird, wenn sehen hören nicht mit dem Gleichgewichtsempfinden zusammenpassen.

Screenshot: Cardboard App
Das Prinzip von Cardboard ist simpel und uralt. Schon seit es die Fotografie gibt hatte man die Idee Bilder dreidimensional abzubilden. Das gelingt, indem man das gleiche Bild zwei mal aufnimmt, jedoch aus leicht versetzten Blickwinkeln. So wie der Mensch das eben mit den Augen auch macht. Betrachtet man ein Bild nun mit dem linken Auge und das andere mit dem rechten Auge, so ergibt sich der räumliche Eindruck. Dieses Verfahren nennt sich Stereoskopie und ist auf Wikipedia ausführlich erklärt. Das Bild wird bei Cardboard durch das Display des Smartphone ersetzt. Der Stereoskopiebetrachter ist das Cardboard.

Die Cardboard App ist, wie gesagt, ein guter Anfang. Aber es gibt auch weitere richtig coole Ansätze. Ich möchte nochmal auf die oben erwähnte Promoaktion von Mini zurück kommen. Mini hat für diese Aktion einen 360° Film gedreht, den man sich mit Cardboard ansehen kann. Damit landet wir auch gleich beim 360° YouTube Kanal. Dort findet man eine stetig steigende Zahl an 360° Filmen, die nicht zwangsweise, aber idealerweise, mit dem Cardboard betrachtet werden.
Weihnachten 2015 lud das Weiße Haus einen Rundgang als 360° Video hoch:
Am 20.1.2016 hat das Britische Königshaus nachgelegt und ebenfalls einen Rundgang durch ihre Residenz hochgeladen:
Das ZDF bietet auf seiner Seite von Terra-X ein 360°-Erlebnis zum Thema Vulkane für diverse 3D Brillen, darunter auch das Cardboard. Auch hier lohnt sich ein Blick für Cardbordbesitzer ganz sicher.
Zu guter Letzt soll natürlich Google StreetView nicht vergessen werden! Die Cardboardversion von StreetView erreicht man aus der Cardboard App heraus. Überall, wo es Daten für StreetView gibt, kann man sich nun virtuell und in 3D durch die Straßen und Wege bewegen.

Diverse Hersteller bieten verschiedene Modelle an VR-Brillen an. Mit Sicherheit ist das Cardboard nicht die perfekteste aller Möglickeiten. Es ist aber mit Abstand die günstigste Version um in die Virtual Reality einzutauchen und nicht nur als Partygag brauchbar. Klar ist jedenfalls, dass auch Cardboard riesigen Spaß macht. Wer es noch nicht ausprobiert hat, hat definitiv etwas verpasst!

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Die SIMBR VR-Brille bietet eine qualitativ hochwertige Cardboard-Alternative in Kunststoff. GadgetGedanken hat die Brille getestet: Neben eindeutigen Stärken zeigen sich aber auch deutliche Schwächen der 20€ Virtual Reality Brille. Wie fühlt sich die Brille an? Wie gut ist sie für Brillenträger geeignet?






VR-Brillen sollen 2016 "the next big thing" werden. So ist der fromme Wunsch der Techbranche, die sehnlichst auf ein neues Produkt für den Massenmarkt hofft. Realistisch betrachtet kann diese Hoffnung, trotz oder gerade wegen dem Nerdfaktor, von einer VR Brille nicht erfüllt werden.

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