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Donnerstag, 29. Juni 2017

10 Jahre ohne iPhone

Gedanken

xda Orbit mit Windows Mobile
Beinahe wäre dieses geschichtsträchtige Datum an mir vorbei gegangen: Das iPhone feiert seinen 10. Geburtstag. Am 29. Juni 2007 war das erste iPhone in Amerika erhältlich. Grund genug einen Moment inne zu halten, denn ich hatte noch nie ein iPhone. Im Dezember 2006 hatte ich mir bei O2 zur Vertragsverlängerung einen xda Orbit geholt; das in meinen Augen coolste Gerät, das damals auf dem Markt war.
Seiner Zeit hatte ich einmal für ein Siemens S10active ordentlich Kohle auf den Tisch gelegt, nur um es nach 2 Jahren für ein paar Kröten auf ebay zu verschleudern. Danach hatte ich mir geschworen, nie wieder so viel Geld für ein Handy zu einer Vertragsverlängerung hinzublättern. Meine Mama sagt immer, was man weit wegwirft, muss man weit holen. So erging es mir mit meinen folgenden Handys dann auch.

Die Vor-Smartphone-Zeit

Ich war schon immer sehr technikaffin. Bereits als es notwendig wurde, einen Terminkalender zu pflegen, hat mich Papier aufgeregt. Termine verschieben ist eine Tortur und jeder sich wiederholende Termin eine Katastrophe. Jedes Jahr alle Geburtstage neu eintragen und Adressänderungen müssen ebenfalls radiert und neu geschrieben werden. Das war in meinen Augen in der 90er Jahren schon eine hoffnungslos veraltete Methode.
Mein erster PDA, Personal-Digital-Assistant - so nannte man das Mal, war ein (Psion Revo). Das war ein verhältnismäßig erschwingliches Gerät, welches ich mir geleistet hatte, weil mir mein Arbeitgeber keinen elektronischen Terminkalender stellen wollte. So was war damals noch das absolute Statussymbol und nur den Chefs vorbehalten. Schade nur, dass von denen nur sehr wenige damit umgehen konnten. Der Arbeitgeber war also auf dem Auge taub und ich griff in die eigene Tasche und kauft mir den Psion privat; und nutzte ihn ausschließlich privat. Der Psion hatte noch eine richtige Tastatur, wog knapp 200g und hatte einen s/w LCD Touchscreen incl. Stift. Übrigens fand ich die Bezeichnung "Stylus" schon immer bescheiden und habe sie vermieden, wo es ging. Die Synchronisation mit Outlook klappte i.d.R. gut und so hatte ich Termine, Kontakte und diverse Dokumente für meine ehrenamtliche Tätigkeit immer dabei. Ein einziges Manko hatte der Psion Revo, es gab keine Pufferbatterie und auch nur einen flüchtigen Speicher. Wenn man nicht aufpasste und der Akku leer wurde, waren die Daten futsch und man musste auf die Sicherung zurückgreifen. Beim Einspielen des Backups und nach der ersten Synchronisation mit Outlook waren dann konsequent alle Kontakte doppelt vorhanden. Die Firma Psion verschwand ab 2004 langsam und qualvoll vom Markt.
Schon während meiner Studienzeit hatte ich mit einem Palm oder Handspring geliebäugelt. Ich habe keine Ahnung, woher manche Studenten so viel Kohle haben. Ich hatte sie nicht. Daher musste ich lange auf einen PDA verzichten. Nach dem Ende von Psion sah ich mich erneut um. Der Veröffentlichung Palm Tungsten T3 stand an und ich war scharf auf das Teil. Durch einen netten Mechanismus lies sich der Bildschirm von 320*320 Pixel auf 480*320 Pixel vergrößern. Das Betriebssystem erkannte das Aufziehen und passte die Programme an die veränderte Bildschirmgröße an. Genial! Ferner konnte der T3 mit unvorstellbaren 64MB nicht-flüchtigem Speicher glänzen. War der Akku leer, waren nach dem Aufladen alle Daten noch da. In all dieser Zeit hatte ich einen PDA und ein Handy.

Das Smartphone

Doch es zogen bereits die ersten Wolken auf und trübten diese heile Welt. Bereits für diverse Palms wurden Mobilfunkmodule angeboten. So konnte man mit seinem PDA ebenfalls telefonieren, was schon fast klang, wie aus einer fernen Zukunft. Doch diese Zukunft war nah. Ende 2006 stand mal wieder eine Vertragsverlängerung an. Ich blickte auf die vergangenen Monate zurück und musste feststellen, dass ich zu 95% PDA und Handy rumschleppte. Ich beschloss beide Geräte in einem zu vereinen und mir so ein Teil aus der neuen Geräteklasse "Smartphone" anschaffen würde. Da kam O2 und brachte den xda Orbit. Eigentlich brachten diese Geräte alle Mobilfunkprovider. Die Telekom nannte sie mda und und bei Vodafone sagte man vda dazu; bei O2 hießen sie eben xda. Sie kauften wohl alle beim gleichen Hersteller ein und verpassten den Geräten nur ein eigenes Branding. Irgendwie lustig, dass es damals bereits Grabenkämpfe zwischen mda, vda und xda Nutzern gab.
Das xda Orbit unterschied sich ein wenig von den anderen Geräten. Ich kann mich nicht erinnern, dass er als mda oder vda verkauft wurde. Er hatte einen Trackball um den Mauszeiger zu bewegen und ebenfalls ein Drehrad. Der Trackball war wirklich praktisch und man konnte Windows Mobile damit ziemlich gut mit einer Hand bedienen. Über einen Mini-USB wurde er geladen und es war auch eine Verbindung zum PC damit möglich. Normalerweise habe ich aber per Bluetooth synchronisiert, eine super kabellose Verbindungsmethode... Ach ist heute normal und kennt jeder. Es gab massenweise Möglichkeiten im Netz um sich passende Programme zu laden und für fast alle Notwendigkeiten meines täglichen digitalen Bedarfs hatte ich das Passende gefunden. Ich könnte heut noch ins Schwärmen kommen, wenn ich zurückdenke. Nie hat sich ein Gerät so reibungslos mit Outlook und dem Windows PC synchronisiert und das vollkommen ohne Cloud.

Bis heute...

... nutze ich Smartphones und Apple hat dieser Geräteklasse mit dem ersten iPhone überhaupt erst so richtig zum Erfolg verholfen. Das iPhone lieferte das erste Betriebssystem, welches brauchbar mit dem Finger bedienbar war. Bedingt konnte man das bei Windows Mobile auch, zumindest wenn man den Fingernagel verwendete. Das iPhone hat den Markt ganz ordentlich aufgemischt und das Smartphone massentauglich gemacht. Auch wenn iPhones schon immer unverschämt teuer waren und ziemlich sicher auch bleiben werden. Ich habe niemals eines dieser Geräte besessen. Apple und das iPhone waren immer der Maßstab für den Smartphonemarkt. Nicht nur die Optik wurde oft genug nachgeahmt, Google hat im letzten Jahr beschlossen, die Preise seiner eigenen Pixel-Geräte dem iPhone gleich zu setzen.
Der xda Orbit war bislang mein nachhaltigstes Smartphone. Nachdem er bei mir 4 Jahre treue Dienste geleistet hatte, fand er für weitere 2 Jahre ein neues Zuhause in der Handtasche meiner Frau. Noch im letzten Jahr war er mein Ersatzgerät, weil sich mein Nexus 5 in der Bootloop des Todes wieder fand; ich hatte davon geschrieben. Der Akku hält noch wie am ersten Tag. Seit letztem Jahr lag er dann wieder im Schrank, bis ich ihn diese Woche wieder benötigte, um meine Telekom Datenkarte, welche ich im mobilen Hotspot nutze, aufzuladen. Läuft - noch 33% Akku nach einem Jahr.
Danke Apple, für 10 Jahre iPhone!



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