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Freitag, 10. November 2017

Ein Smartphone für mein Kind (1)

Meinung

HTC U11 Life in Front- und Rückansicht (Bildquelle: HTC Pressebild)
Worüber ich mich, selbst als technikbegeisterter Papa, immer wieder wundern muss, ist die hohe Smartphoneverorgungsquote von Schülern. Ich habe mich sehr lange dagegen wehren können, für mein Kind ein Smartphone zu besorgen. Jetzt habe ich das HTC U11 Life vorbestellt. Auf diesem läuft Android One und es wurde am 2. November 2017 von HTC offiziell präsentiert. Es entspricht im Wesentlichen dem, was man an technischer Spezifikation erwartet hatte, bietet aber ein paar Besonderheiten. Da ich seit längerer Zeit damit gerechnet habe, für den Nachwuchs ein Smartphone beschaffen zu müssen, habe ich den Markt bereits beobachtet. Da es sich um eine halbwegs nachhaltige Anschaffung handeln soll, schieden einige Modell aus. Vom Betriebssystem her hatte ich schon Android One auf dem Radar, womit es bisher Schwierigkeiten bzgl. der in Deutschland verfügbaren Geräte gab.
Ich habe diesen Beitrag mit "Teil 1" benannt, weil noch weitere Beiträge folgen sollen. Dieser Teil befasst sich hauptsächlich mit den Gründen, warum ich mich für das HTC U11 Life entschieden habe. Das Gerät wird es dann wohl in diesem Jahr unter den Weihnachtsbaum schaffen.

Jetzt also doch

Den Hauptgrund gleich einmal vorweggenommen: Gruppendruck und mögliche soziale Ausgrenzung!
Wie bereits in Mein Kind hat kein Smartphone - Bin ich ein Rabenvater? dargelegt, hat in unserem Haushalt der Nachwuchs ein eigenes Tablet und ggf. auch einen eigenen Laptop. Es besteht keine technische Notwendigkeit zusätzlich auch noch ein Smartphone anzuschaffen. Das große Problem bei Pubertierenden ist der soziale Zwang der Gruppe. In jeder Generation gibt es Verhaltensweisen oder auch Gegenstände, die man besitzt oder nicht besitzt, mit denen man sich ins soziale Aus befördert. So gibt es in beinahe jeder Klasse, ab der 5. Jahrgangsstufe, eine Klassengruppe bei WhatsApp. WhatsApp hat sich leider in Deutschland als Quasi-Standard bzgl. Messenger etabliert. Es mag bessere Alternativen geben, aber irgendwie kommt man an diesem Messenger nur äußerst schwer vorbei. Ohne Smartphone ist dieser nicht nutzbar. Steter Tropfen höhlt den Stein und mit dem HTC U11 Life schien mir eine Hardware am Markt verfügbar zu sein, mit der ich das Abenteuer "Ein Smartphone für mein Kind" nun angehen werde.
Nicht zuletzt war und ist es mir ein Anliegen, dass Kinder Schritt für Schritt lernen, sich im Netz zurechtzufinden. So wie Eltern ihre Kinder anleiten müssen, sich in der physischen Welt richtig zu verhalten, so müssen Kinder eben auch Medienkompetenz aufbauen und das Verhalten im Internet erlernen. So lautet der Tenor meines Beitrags Ab wann sollen Kinder das Internet nutzen? Auch das ist ein Grund, warum nun doch ein Smartphone den Weg ins Kinderzimmer finden wird. Hier wird der gleiche Weg beschritten, wie einst beim Tablet. Für die Bezahlung des Smartphones wird die Verwandtschaft zusammenlegen und es wird sich im Wesentlichen um das einzige Weihnachtsgeschenk handeln. Damit erhält das Smartphone auch einen entsprechenden mentalen Wert. Die Omas dürfen vielleicht noch für 5 € eine Kleingkeit kaufen, damit sie noch persönlich etwas übergeben können. Bestrebungen für höherpreisige Geschenke werden jedoch unterbunden.

Warum das HTC U11 Life?

Weil es das erste in Deutschland offiziell erhältliche Android One Gerät ist! Zum Thema Android One später; zunächst zum Gerät selbst. Wer sich für die detaillierten Specs interessiert, darf sich gerne direkt beim Hersteller HTC informieren. Ich picke hier nur die Fakten heraus, die mich zum Kauf veranlassten.

Display

Die Größe des U11 Life entspricht in etwas der des Nexus 5X. Mit etwa 15 cm Höhe und 7,3 cm Breite scheint mir unser Fünftklässler ganz gut hantieren zu können. Das Display hat eine Diagonale von 5,2 Zoll, womit hier noch einiges an Infos Platz hat. Ich selbst finde kleine Displays absolut unübersichtlich, weil ich damit immer den Eindruck habe auf eine Briefmarke zu schauen. Ein Grund, warum ein iPhone SE für mich inakzeptabel wäre. Zum Glück scheint aber auch der Trend von immer größeren Smartphones gestoppt. Man konzentriert sich inzwischen lieber auf randlose Displays und bewirbt diese entsprechend. Das HTC U11 zeigt einen sehr deutlichen Rand, aber dieser Randlostrend ist in der Mittelklasse noch nicht richtig angekommen. Da ich meine Smartphones immer in Silikoncases stecke, stelle ich mir die Nutzung eines randlosen Displays schwierig vor. Hierüber brauchen wir beim U11 Life jedoch nicht nachdenken.

Fingerabdrucksensor

Der Fingerabdrucksensor befindet sich auf der Vorderseite des Gerätes. Nachdem ich den Platz auf der Rückseite durch mein Nexus 6P gewohnt bin, bin ich gespannt, wie sich hier die Handhabung gestalten wird. Auch hier sind die Geschmäcker verschieden und es gibt Verfechter für jeweils beide Platzierungen. Grundsätzlich bin ich über einen Fingerabdrucksensor sehr glücklich, halte ich ihn doch für sicherer als 0815 Entsperrmuster, welche sonst gerne gewählt werden. Er ist ebenfalls komfortabler, als ein Passwort oder eine PIN in akzeptabler Länge. Zwar gibt es Mittel und Wege auch diesen Zugangsschutz zu umgehen, aber absolute Sicherheit gibt es nicht.

Wasser- und Staubdicht IP67

Schon vor Jahren hatte Sony seine ersten wasserfesten Flaggschiffe auf den Markt gebracht. Leider hat man die Käufer mit den Werbevideos im Glauben gelassen, man könne das Smartphone als Unterwasserkamera verwenden. Das musste natürlich schief gehen. Das HTC U11 Life ist mit der Schutzart IP67 angegeben. Hier gibt die erste Ziffer die Staubdichtheit und die zweite Ziffer die Wasserfestigkeit and. Das Gerät ist somit vollständig (IP6x) staubdicht. Mit der 7 als zweiter Ziffer gibt HTC an, dass das U11 Life gegen "zeitweiliges Untertauchen" geschützt ist. Ein kurzer Sturz ins Wasser am Badesee oder auch die verschüttete Wasserflasche sollten damit keine Gefahr darstellen.

Speicher

Mit 4 GB Arbeitsspeicher und einem Gerätespeicher von 64 GB, sollte man hier für die nächste Zeit gerüstet sein. Zwar bietet das U11 Life einen microSD-Kartenslot, welcher Karten bis zu einer Größe von 2 TB verkraften soll, aber meine Erfahrungen mit Speicherkarten unter Android sind bescheiden. Es lassen sich zwar Apps auf die Speicherkarte auslagern, jedoch reduziert sich der genutzte Speicher im Gerät selten um den erwarteten Betrag. Die sinnvollste Anwendung für Speicherharten im Handy scheinen mir noch die Fotos zu sein. Hier verbleiben keine "Dateireste" im Hauptspeicher. Mag sein, dass es einzelne Hersteller gibt, die bessere Unterstützung liefern, aber das was ich bisher an Speicherkartenunterstützung unter Android gesehen habe, war ziemlich unbefriedigend.

Android One 8.0 - Oreo

Das HTC U11 Life ist der erste und bislang einzige Android One Gerät, das mit der neuesten Androidversion, Oreo, ab Werk ausgeliefert wird. Obwohl Oreo bereits seit 21. August 2017 offiziell ist, liefert Xiaomi - oder Google? - für sein Android One Gerät immer noch nur Version 7.1.2 und ein Termin für ein Update ist mir nicht bekannt; außer dass es noch dieses Jahr sein soll. Immerhin scheint für das Mi A1 der Sicherheitspatch für Oktober 2017 verfügbare zu sein, was im November 2017 auch dringend angebracht ist.

Android One

Android One wurde von Google ursprünglich aufgelegt, um in den industriell aufstrebenden Ländern Fuß zu fassen. Android One sollte mit weit weniger HW-Anforderungen auskommen, als das "Originalandroid". Hauptziel von Android One war zunächst Indien, denn dort ist die Versorgung mit Internet über Festnetzanschlüsse quasi zu vernachlässigen. Google selbst bietet inzwischen sogar eine deutschsprachige Seite zu Android One an. Aktuell hat dort das HTC U11 Life, als neuestes Android One Gerät, seinen großen Auftritt. Zuvor war es das Xiaomi Mi A1, welches Präsenz zeigte und nun nur noch am Ende der Seite gezeigt wird. Es ist anzunehmen, dass das nächste Gerät auch das U11 Life ans Seitenende schieben wird. Google wirbt ebenfalls mit dem Slogan "Immer auf dem neuesten Stand" und stellt heraus: "Mit Android One erhältst du mindestens zwei Jahre lang Upgrades auf die aktuelle Android-Version. Dadurch hast du Zugriff auf neueste Innovationen und dein Smartphone läuft auch nach langer Zeit noch genauso gut wie am ersten Tag." Damit trifft Google genau meinen Nerv! Bin ich doch der Meinung, dass jeder Hersteller mindestens 2 Jahre lang Betriebssystemupdates und mindestens 4 Jahre Sicherheitsupdates für seine Geräte liefern müsste. Wie bei der Nexus-Reihe werden auch hier nur 3 Jahre Sicherheitsupdates versprochen; mehr bekommt man sonst nirgends.

Offene Fragen zu Android One

Entgegen der Nexus und Pixel Reihe, bieten sowohl das Xiaomi Mi A1 als auch das HTC U11 Life, einen Kartenslot. Auch einige einzelne vorinstallierte Anwendungen sind nicht in der üblichen Vanilla Android Installation enthalten. Ich bin mir nicht wirklich sicher, ob allein Google die versprochenen Updates liefern wird. Wäre es Google allein, müsste das Xiaomi Mi A1 bereits längst mit Oreo laufen. Es sieht so aus, als ob die Hersteller doch ordentlich mit im Boot sind, was Updates angeht. Android One scheint mir bislang die einzige günstige Alternative auf eine mittel- bis längerfristige Versorgung mit Updates. Die Preise für die Pixel Geräte stehen nicht mehr in Relation zur gebotenen Leistung.  Solange die Updates für Android One dann auch wirklich kommen, soll mir egal sein, ob diese vom Hersteller oder von Google selbst kommen. Es bleibt quasi ein kalkuliertes Restrisiko.
Vanilla Android, also die "große" Version von Google, für die Nexus und Pixel Geräte bietet, die von mir so präferierte, Mehrbenutzerfähigkeit. Eine Funktion, die Asus aus seinem ZenPad7 gestrichen hat, worüber mein Nachwuchs ziemlich sauer war. Genau diese Funktion hätte ich gerne im HTC U11 Life. Bietet sie doch eine wunderbare Möglichkeit, dem Nachwuchs genau die Apps zuzuweisen, die er benutzen darf. Alle "verbotenen" Apps und die Geräteeinstellungen blieben vor Modifikationen des Nachwuchses geschützt. Leider konnte ich keinerlei Angaben finden, ob Android One wirklich mehrere Benutzer unterstützt. Da diese Version aber für weniger potente Hardware ausgelegt ist, werde ich vermutlich darauf verzichten müssen. Ich bin mir sicher, dieses Thema in einem der folgenden Teile "Ein Smartphone für mein Kind" genauer zu beleuchten.

Preistipp zum Abschluss

Das HTC U11 Life wird in, der von mir vorbestellten, großen Speicherversion, zunächst nur von HTC selbst verkauft werden. Der UVP für die 4 GB / 64 GB liegt bei, nicht ganz preiswerten, 379 €. So scheint mir die Chance auf einen Preisverfall bis Weihnachten relativ gering; gibt es doch nur einen Anbieter. Ich entschloss mich somit zu einer Vorbestellung mit einer versprochenen Auslieferung "noch im November".
Man kann nun den HTC Online Shop nutzen und den UVP von 379 € hinblättern, oder man registriert sich mit seiner E-Mail beim HTC Club und erhält 10% Rabatt auf das U11 Life. Der HTC Club Button wird auf der Herstellerhomepage rechts oben angezeigt. Als Clubmitglied erhält man das HTC U11 Life mit 64 GB Speicher dann für 341,10 €. Die Clubmitgliedschaft bezahlt man lediglich mit einem Newsletter, welchen man dann bekommen wird. Mit diesem Deal kann ich leben.

Ausblick

Ich plane weitere Teile in der Reihe "Ein Smartphone für mein Kind". Themen, die ich dazu abhandeln möchte, sind:
  • Der "richtige" Mobilfunktarif
  • Wie richte ich das Smartphone ein, dass das Kind keinen Unsinn treiben kann
  • Wenn sich weitere Themen auftun, so greife ich sie ebenfalls auf

Quelle Titelbild: Pressebild des HTC U11 Life von HTC



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