Samstag, 2. Dezember 2017

Wie den Handyvertrag bezahlen? - Ein Smartphone für mein Kind (2)

Gedanken: Wie die SIM-Karte bezahlen und wann liefert HTC?


HTC U11 Life mit überlagertem Verbotsschild
Es war jetzt einige Zeit still auf GadgetGedanken. Das liegt einerseits daran, dass ich beruflich ziemlich eingespannt war und zum Anderen daran, dass HTC leider das bestellte U11 Life immer noch nicht geliefert hat. So langsam wird hier mein Kind natürlich ungeduldig. Es ist ja nicht so, dass das Smartphone zu Weihnachten überraschend unter dem Baum liegen wird. Wir hatten hierzu einige intensivere Gespräche. Immerhin musste mich das Kind argumentativ von meinem Nein zum Smartphone abbringen. Nicht dass mir das Ergebnis nicht von vorneherein klar gewesen wäre, aber das Kind soll und muss sich mit solchen Situationen auseinandersetzen. Sekundäres Ziel war auch die Diskussions- und Problemlösungsfähigkeiten des Kindes zu schulen.

Wie im ersten Teil bereits erläutert, ist ein Smartphone für mein Kind, aus rationaler Beurteilung, vollkommen unnötig. Einzig der soziale Faktor war ausschlaggebend, dass wir uns nun doch für einen Kauf entschieden hatten. Selbstverständlich muss ich das dem Kind so nicht direkt auf die Nase binden. Ich meine: Was man sich erarbeiten musste, ist auch mehr wert.

Kosten für die SIM-Karte

Neben der Finanzierung des Gerätes selbst, müssen ja auch die monatlichen Kosten für die SIM-Karte aufgebracht werden. Das war zu Beginn unserem Sprössling nicht so ganz klar. Nach entsprechender Erläuterung hat man die Hintergründe vielleicht nicht umfassend begriffen, sieht jedoch ein, dass wohl monatlich ein gewisser Betrag für die Nutzung aufgebracht werden muss. Hauptaufgabe für den Nachwuchs war es nun, ein entsprechendes Finanzierungsmodell vorzulegen.
Wir konnten ermitteln, dass für die SIM-Karte, im günstigsten Fall, ein monatlicher Betrag von 5 - 10 € fällig wird. Da ein Smartphone nicht notwendig ist, so sieht sich die Elternschaft natürlich nicht bereit, dies selbst zu berappen. Damit war die Aufgabe für das Kind klar formuliert und dessen Hirn begab sich auf den Weg der Problemlösung.
So ergab es sich, wirklich zufällig, dass wir einen Betrag auf KiKa sahen, worin es um Taschengeld bzw. dessen Höhe ging. Hier kam zutage, was uns als Eltern bereits vollkommen klar war. Möchte man es direkt formulieren, so muss ich zugeben, dass das Kind, verglichen mit gleichaltrigen, bzgl. Taschengeld unterversorgt ist. So erhalten Gleichaltrige durchschnittlich wohl ein monatliches Salär von 10 € und mehr. Bei uns darf man sich jedoch mit 4 € begnügen. Dazu muss ich anmerken, dass es bislang weder die Notwendigkeit, noch den Wunsch nach einer Taschengelderhöhung gab. Vom Taschengeld müssen weder Pausenbrot noch andere anfallenden Kosten beglichen werden. Das gesamte Kapital darf für, Eltern nennen das meist Quatsch, ausgegeben werden. Jeder der Kinder hat, kann sich vorstellen, was gemeint ist. Unser Kind hat dies entsprechend als argumentativen Einstieg bekräftigt. Die dann folgenden Ausführungen liegen auf der Hand: So präsentierte man uns den Vorschlag, mit einem entsprechend erhöhten Taschengeld, die laufenden Kosten für das Smartphone aufbringen zu können, um somit endlich an der entsprechenden Klassengruppe bei WhatsApp zu partizipieren.
Ich musste mir ein zu deutliches Schmunzeln verkneifen, denn dies war auch in unseren Augen die einzige Möglichkeit zur Lösung des gestellten Finanzierungsproblems. Es war aber Absicht, diesen Vorschlag nicht selbst zu offerieren, hätten wir unser Kind damit doch einer wichtigen Erfahrung beraubt! Das Kind konnte eine gestellte Aufgabe lösen und hat damit das so wichtige Erfolgserlebnis. Denn, so hat mir ein Dozent immer gepredigt: Der Erfolg bekommt Kinder!
Und welche Eltern möchten nicht, dass ihre Kinder erfolgreich sind?

Immer noch keine Lieferung

So weit zum Ausflug in die Vergangenheit und den Reifungsprozess, welcher schließlich zur Vorbestellung des HTC U11 Life führte. HTC war so frei, gleich am Tag der Bestellung auch die Kreditkarte zu belasten. So war ich Anfang November zuversichtlich, dass das Gerät noch im November, wie versprochen geliefert würde. Immerhin erläutert auch HTC, dass der Betrag erst bei Versand belastet wird.
Screenshot von der HTC Hilfeseite zum Thema Wann wird der von mir bestellte, aber noch ausstehende Artikel verschickt?
Screenshot: Wann belastet HTC die Kreditkarte
Da es sich um eine Vorbestellung handelte, war klar, dass es ein paar Tage dauern würde, ehe das HTC U11 Life den Weg in unser Haus finden würde. Da die Belastung bereits auf der Kreditkartenabrechnung zu finden war, erwartete ich beinahe täglich ein E-Mail vom HTC-Shop, in der mir die Auslieferung und eine ggf. eine Trackingnummer mitgeteilt wird. So jedenfalls ist es auf den entsprechenden Hilfeseiten zu lesen.
Screenshot: Wie erhalte ich meine Trackingnummer
Screenshot: Wie erhalte ich meine Trackingnummer
Der November ging ins Land und die Kreditkartenfirma buchte den Betrag vom Konto ab. Was jedoch nicht eintraf, war das Smartphone oder irgendeine Nachricht von HTC. So beschloss ich, mich über ein entsprechendes Supportformular an HTC zu wenden. Falls zufällig jemand von HTC hier mitliest, es handelt sich um das Ticket 117486859069. Für meine Anfrage verwendete ich folgende Worte:


Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Ihrer Hilfeseite schreiben Sie, meine Kreditkarte würde erst belastet, wenn das bestellte Produkt auch versendet wurde. Diese Aussage muss ich leider als falsch bezeichnen. Ich habe am 5.Nov. unter der Auftragsnummer XXXXXXXXX ein HTC U11 Life in der 64-GB-Version und der Farbe Blau vorbestellt. Bis heute habe ich weder das Produkt, noch eine Versandbenachrichtigung erhalten. Meine Kreditkarte wurde jedoch zum Vorbestelldatum bereits belastet.
Bei der Vorbestellung zeigte Ihr Shop an, der Artikel würde noch im November verschickt, was jedoch offensichtlich auch nicht geschehen ist. Ich habe schließlich keine Versandbenachrichtigung erhalten.
Das Gerät ist für mein Kind und es wird das erste Smartphone sein. Sie können sich vielleicht das Drama am Weihnachtsabend vorstellen, sollte unter dem Baum kein Smartphone vorzufinden sein. Ich werde auch ein paar Tage für die Einrichtung des Gerätes benötigen, damit das Kind mit dem Gerät auch wirklich nur das machen kann, was es darf. Daher würde ich mir eine Zustellung vor dem 3. Advent wünschen.
Warum ich mich für genau dieses Gerät entschieden habe, finden Sie auf meinem Blog: https://www.gadgetgedanken.de/2017/11/ein-smartphone-fur-mein-kind-teil-1.html
Bitte teilen Sie mir mit, bis wann das vorbestellte HTC U11 Life versandt wird, bzw. wann ich mit dem Eintreffen rechnen kann.

Herzlichen Dank
Thomas Schmidt

Der Eingang der Meldung beim deutschen HTC Kundensupport wurde mir bereits per E-Mail bestätigt. Nun bin ich auf den Zeitpunkt und den Inhalt der Antwort gespannt.
Eigentlich wollte ich ein kleines Unboxing zum HTC U11 Life machen. Inzwischen sind jedoch so viele "Auspackvideos" im Netz zu finden, dass dieses Thema im Blog wohl etwas kürzer ausfallen wird. Es sei denn, die 64-GB-Variante bietet ein spezielles Gimmick, welches in der 32-GB-Version nicht zu finden ist. Denn alle Reviews und Unboxings im Netz, welche ich gefunden habe, bezogen sich ausschließlich auf die 32-GB-Version des HTC U11 Life.

Stay tuned: "Ein Smartphone für mein Kind - Teil 3" folgt zu gegebener Zeit.

Quelle Titelbild: Pressebild des HTC U11 Life von HTC mit "Verbotschildoverlay" durch den Autor



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