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Freitag, 6. Juli 2018

Neato botvac connected: Into Darkness

Meinung / Erfahrungsbericht

Neato botvac connected von unten mit Sternenhimmel im Hintergrund
Seit einem Jahr ist der Neato botvac connected bei uns nun auf seiner Mission unterwegs. Unzählige Male ist er durch das All...tägliche Staubchaos gekreuzt und nun wird es Zeit, von unseren Erfahrungen zu berichten. Da wären zum Einen hell erleuchtete Sterne, aber auch schwarze Löcher.

Inhalt:
Into Darkness
Der Filterbug
Immer wieder auf Neustart
Wie groß bin ich?
Ende der Softwareentwicklung
Haarige Angelegenheit
Smarthome
Fazit

Into Darkness

Es gibt Saugroboter, die orientieren sich über eine Kamera. Der Neato botvac connected hat einen Laser. Das bedeutet, es ist ihm egal, ob es hell oder dunkel ist. Er kann sich quasi unter allen Lichtverhältnissen orientieren. Wir halten das für äußerst praktisch. Wenn sich alle Hausbewohner zum Abendessen am Tisch versammelt haben, kann im anderen Teil des Hauses gut und gerne Staub gesaugt werden. Also ab mit dem Neato botvac, wir haben ihn Kokolorix genannt, nach oben und ab geht die Post. Während das Obergeschoss gesaugt wird, können wir relativ ungestört zu Abend essen. Im Winter ist es zu dieser Zeit stockfinstere Nacht. Da ist es schön, wenn sich Kokolorix auch im Dunkeln zurechtfindet. Rein subjektiv betrachtet hat aber die Navigationsqualität über die Zeit ein wenig gelitten. Gefühlt hat der Botvac connected heute mehr Probleme mit Hindernissen, als am Anfang. Sehr witzig, dass er an einem Tag darauf bestand durch einen Küchenschrank zu fahren. Fast möchte man meinen, die Firmware oder der Laser hätten sich "abgenutzt".
-->Inhalt

Der Filterbug

Gleich von Beginn an hatte ich beim Neato botvac connected ein Problem mit den Filtern. Die mitgelieferten "Ultra Performance Filter" setzten sich dermaßen schnell zu, dass man schon annehmen wollte, dass mit Ersatzfiltern ordentlich Geld verdient werden sollte. Ich hatte glücklicherweise eine Workaround gefunden und habe diesen im Beitrag Neato botvac - Filterbug mit einem Selbstbaufilter beheben beschrieben. Diese Lösung hatte ich eine Zeit lang im Einsatz. Als ich dienstlich für ein paar Tage unterwegs war, wollte ich den Daheimgebliebenen die Sache mit dem Fliestausch nicht zumuten. So griff ich auf einen nachgekauften "Mikro-HEPA-Filter" zurück.
Was dann kam, verblüffte mich: Die Filter setzten sich längst nicht mehr so schnell zu, wie am Anfang. Der vorhandene Schmutz lies sich super aussaugen und die Filter konnten über mehrere Wochen verwendet werden. Somit bin ich seit einigen Monaten wieder bei den blauen "Mikro-HEPA-Filtern" gelandet. Im Moment hatte ich noch keinen Grund, wieder zur Selbstbaulösung zu greifen. Immerhin besteht dort die Gefahr von "Undichtigkeiten" und das Gebläse des Saugers könnte Schaden nehmen. Was die positive Veränderung herbeigeführt hat, vermag ich nicht zu beurteilen.
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Immer wieder auf Neustart

Ich habe mir so einige Videos zum Neato botvac connected angesehen. Bei Aussage wie "Die ersten Saugdurchgänge waren etwas unbeholfen, aber er musste sich ja in der Wohnung erst zurecht finden" möchte ich ganz laut BULLSHIT rufen. Bei jedem Saugvorgang startet der botvac connected strohdoof, wie beim ersten Mal. Er fährt die Außenkonturen des Raumes ab und macht sich jedes Mal eine neue Karte. Am Ende des Saugvorganges ist die Karte zwar über die App abrufbar; auch über mehrere Geräte hinweg, aber der Sauger hat alle Erinnerungen verloren. Das ist grundsätzlich nicht unbedingt der riesige Nachteil, wird aber gut und gerne in Reviews falsch angegeben.
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Wie groß bin ich?

Einen größeren Mangel stellen da eher die fehlenden Kenntnisse der eigenen Geometrie dar. Sehr auffällig in Innenecken, nach längeren Geraden. Der Neato fährt die Wand entlang und kommt ziemlich perfekt bis in die Ecke. Auch das Aufstoppen vor der Wand klappt tadellos. Bedingt durch die D-Form muss er dann zurücksetzen, um an der angrenzenden Wand weiter zu fahren. Hier fährt er dann nicht weit genug zurück, dreht nach links und bleibt mit der vorderen rechten Ecke hängen. Der Stoßsensor reagiert und der Neato setzt zurück, um gleich wieder an der Wand anzustoßen. Das Schauspiel endet damit, dass er die rechte Arschbacke hebt, um einen engeren Radius zu fahren. Das wiederum führt zu den unschönen Kratzern im Gehäuse und ggf. leichten Beschädigungen an der Wand. Sehr unschön! Das folgende Video ist ein extremes Beispiel für dieses Verhalten. Hier ist das Bein eines Beistelltisches "im Weg".

Nicht häufig, aber doch zu oft, haben wir Kokolorix heulend, unter einem Stuhl "gefangen" vorgefunden. An 3 von 4 Seiten wäre ausreichend Platz gewesen, um zu entkommen. Dennoch hat sich der Staubsauger festgefahren und fand von selbst nicht mehr heraus.
Neato botvac connectet unter einem Stuhl: Er findet nicht mehr heraus
"Gefangen" unter dem Stuhl
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Ende der Softwareentwicklung

In meinen Augen sollte dieser Bug durch ein Softwareupdate behebbar sein. Leider scheint dieses Modell das Schicksal so vieler technischer Geräte zu teilen: Der Hersteller mag keine weiteren Updates liefern. Seit wir den Neato botvac connected besitzen, kam nichts mehr.
Apropos Updates: Warum muss ich neue Firmware beim Hersteller herunterladen, auf einem USB-Stick speichern, den Stick über einen Adapter an den Staubsauger stecken und das Update anstoßen? Das Ding hat WLAN und eine Verbindung ins Internet. Warum zieht sich der Staubsauger das Update nicht selbst? Beim Nachfolgemodell Botvac D7 connected, war diese Funktion jedenfalls angekündigt. Schade, dass Neato seine bestehenden Produkte nicht weiter pflegt. Für die aufgerufenen Verkaufspreise und die Zeit am Markt hat der Botvac connected noch einige Mankos, die man abstellen könnte.
So einige neue Funktionen des Nachfolgers Botvac D7 connected wären noch möglich. Wenn neue Funktionen nur über ein kostenpflichtiges Softwareupdate verfügbar wären, könnte ich das nachvollziehen. Aber auch hier ist leider, wie so oft, Ende Gelände.
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Haarige Angelegenheit

Immer wieder gerne gefragt: "Wie ist das mit den Tierhaaren?" Bei Tierhaaren muss ich passen, aber ich habe langhaarige Familienmitglieder. Da sammelt sich nach einer exzessiven Haarwasch- und Trockensession schon einiges im Bad an. Das muss dann natürlich Kokolorix aufräumen. Wie bei allen Saugbürste mit Borsten wickeln sich auch bei der Universalbürste die Haare so herum, dass sie fast mit dem mitgelieferten Messer wieder entfernt werden müssen. Ohnehin ist ein gründliches Absaugen von Gerät und Bürsten bei jedem leeren des Staubbehälters empfehlenswert. So sieht die kleine Seitenbürste von Kokolorix heute noch fast so aus, wie am ersten Tag. Was ich bzgl. Haare unbedingt empfehlen kann, ist die, ebenfalls im Lieferkarton enthaltene, Lamellenbürste. Dort sind nur Gummilamellen und keine Borsten vorhanden. Bei dieser Bürste wickeln sich keine Haare herum und ich wünschte, ich hätte sie nicht erst seit ein paar Woche im Einsatz. Das hätte mir einige Zeit erspart, die Damenhaare wieder aus der Universalbürste zu schneiden. In diesem Zusammenhang sei ebenfalls erwähnt, dass die Lautstärke mit der Lamellenbürste zunimmt.
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Smarthome

So richtig smart ist der Sauger allein mit der App leider noch nicht. Da kommt es mir sehr entgegen, dass Neato über den Dienst IfThisThenThat verfügbar ist. Die Verbindung zum Google Assistant konnte ich nirgends einstellen, aber über IFTTT ist lässt sich auch schon so einiges machen. Wie wir Kokolorix automatisch über unseren Google Kalender starten hatte ich im Beitrag Neato Saugroboter im Google Kalender programmieren beschrieben. Das ist äußerst praktisch, aber wenig aufsehenerregend. Was beim Besuch immer Eindruck schindet sind die möglichen Sprachkommandos. Über IFTTT lässt sich dann doch noch die Verbindung mit dem Google Assistant herstellen. Dabei ist man dann nicht auf Kommandos wie "Sag Neato er soll mit dem Saugen beginnen" beschränkt. Mit lässigen "OK Google" gefolgt von "Staubsaugen!" konnte ich noch immer für erstaunte Blicke sorgen. Das funktioniert dann nicht nur am Smartphone, sondern auch an der Smartwatch mit Android Wear, pardon Wear OS, und über Android Auto. Gut, der Wow-Effekt ist im Auto nicht wirklich gegeben. Dennoch ist es praktisch von unterwegs einen Saugvorgang zu starten, falls es gerade günstig ist und ich keinen Trigger im Kalender habe.
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Fazit

Neben allen Vor- und Nachteilen des Netao botvac connected: Es ist gesaugt! Auch wenn hier und da mal ein Fitzelchen liegen bleibt oder auch ein paar Ecken von Hand nachgesaugt werden müssen. Wir haben, auch hier wieder ganz subjektiv, den Eindruck, dass es bei uns sauberer ist, als noch vor einem Jahr. Wir haben überall glatte Böden und laufen zu Hause Barfuß oder mit Socken. Vorher war es so, dass schon am Tag nach dem Saugen, die ersten Brösel oder Sandkörner zu spüren waren. Heute ist das nicht mehr so. Im Zweifelsfall wird beim Verlassen des Hauses ein Saugvorgang gestartet. Das ist wirklich eine komfortable Sache und so ganz ohne Saugroboter möchten wir definitiv nicht mehr sein.
Zum Abschluss die entscheidende Frage: "Würde ich das Produkt wieder kaufen bzw. meinen Freunden empfehlen?" Bei einem entsprechend niedrigen Preis könnte man über dieses ältere Modell nachdenken. Neulich war der Neato botvac connected bei Amazon Italien für 350€ in den Warehouse Deals. Je nach Gerätezustand kann das schon eine Überlegung wert sein. Für ein Neugerät wäre der Preis jedenfalls in Ordnung. Man sollte nur im Kopf behalten, dass der Hersteller mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Bugfixes und neuen Funktionen mehr liefern wird. Kann man die beschriebenen Probleme akzeptieren und wiegen die genannten positiven Aspekte entsprechend stark, sollte man zugreifen. Wir haben uns inzwischen für den Nachfolger entschieden, aber das wird ein extra Beitrag. Mehr wenn ihr mich wieder lest...
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