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Samstag, 14. Juli 2018

Neato Botvac D7 connected: The final Frontier

Meinung

Neato Botvac D7 connected von schräg vorne mit Sternenhimmel im Hintergrund
Im letzten Jahr hatte ich mir den Neato Botvac connected zugelegt, zu dem der Hersteller inzwischen ein Nachfolgemodell auf den Markt brachte. Natürlich gab es einen saftigen Preisaufschlag, was mich tunlichst von einer Neuanschaffung abhielt. Mit der Zeit taten sich auch so manche Schwachpunkte des Neato Botvac connected auf, sodass ich mir nicht sicher war, ob ich mich nicht doch nach einem anderen Hersteller umsehen sollte. So hatte ich Probleme mit schnell verbrauchtem Filtern oder auch, dass der kleine Helfer seine eigene Geometrie nicht kannte. Die Auswirkungen sind zwar nicht so schlimm, wie im Originalbeitrag verlinktem Horrorvideo, aber zimperlich ist der Botvac Connected nicht unbedingt. Ein herausragendes Feature des neuen Neato Botvac D7 connected nennt der Hersteller "My Floor Plan". Hier lassen sich No-Go-Linien definieren, die der Saugroboter dann nicht überfahren soll. Das war dann schon eine echt coole Ansage: Keine Magnetstreifen oder virtuelle Wände, sprich Lichtschranken, mehr und trotzdem bleibt die Mingvase (die wir natürlich nicht besitzen; uns fehlt das Geld, das Interesse und wir haben Kinder) ganz. Jetzt habe ich bei einem Amazon Warehouse Deal zugeschlagen und einen Neato Botvac D7 connected gekauft. Passend zu unserem Neato Botvac connected "Kokolorix", heißt unser neuer Neato Botvac D7 connected "Rosaline".

Inhalt:
Der Warehouse Deal
Erst meckern und dann doch wieder kaufen
Botvac connected und Botvac D7 connected: Verbrauchsmaterial ist kompatibel
Neu: Der Neato FloorPlanner
Neu: Zusätzliche Einstellungen
Extra Care (Schon-Navigation)
Schneller zurück ans Ladedock
Botvac D7 connected vs. Botvac connected
Wünsche
Fazit oder tl;dr

Der Warehouse Deal

Für 480 €, statt der sonst fälligen 733 € für eine Neuware bzw. der 899 € UVP des Herstellers, wurde das Gerät mit leichten Mängeln angeboten. Ich hatte schon öfter von den Warehouse Deals gelesen, aber bislang war da für mich noch kein verlockendes Angebot dabei. In diesem Fall war es dann anders und den Fund habe ich einem Zufall zu verdanken. Ich bin auf ein Angebot von myDealz.de gestoßen, in dem zu lesen war, dass der Neato botvac connected, also mein vorhandenes Modell, bei Amazon Italien für 350 € zu haben wäre. Eine kurze Überprüfung ergab, dass es sich hier um einen Warehouse Deal, also eine Retoure bzw. leicht gebrauchte Ware handelt. Daraufhin sah ich mir die entsprechenden Warehouse Deals der deutschen Amazonseite an und bin auf das neueste Modell von Neato gestoßen, dem botvac connected D7, der im letzten Herbst auf der IFA präsentiert wurde.
Ich nehme an, dass es für die alten Modelle keine Firmwareupdates mehr geben wird. Neato hatte mehr als genug Zeit, um zu liefern und hat es nicht getan. Damit mache ich mir keine Hoffnung, dass die Bugs, die der Saugroboter definitiv hat, jemals beseitigt werden. Mit dem neuesten Flaggschiff des Herstellers sollten hoffentlich nicht nur neue Funktionen Einzug gehalten haben, sondern auch alte Fehler beseitigt worden sein. Außerdem hege ich Hoffnung, dass noch das eine oder andere Update kommen möge.

Ein wenig nervös, wie denn die leichten Mängel wohl ausfallen könnten, bestellte ich. Der Inhalt der Lieferung schien mir vollständig zu sein. Der D7 wies die üblichen, jedoch kaum sichtbaren, Kratzer an der rechten Hinterseite auf, die ich vom Vorgänger schon kannte. Schade, dass es wohl immer noch Wandkontakt geben wird. Ansonsten musste der Schmutzbehälter erst einmal ordentlich ausgesaugt werden und der D7 von verteiltem Staub befreit werden. Scheint, als war das Gerät für ein paar Testfahrten unterwegs und wurde dann zurückgeschickt. Für den Preisnachlass kann ich mit den Mängeln leben. Die Preisempfehlung von 899 €, welche auf der Herstellerseite zu finden ist, darf gerne als überteuert bezeichnet werden, selbst wenn andere Marken noch höhere Mondpreise ansetzen. Keiner der Saugroboter, die ich bislang im realen Einsatz gesehen habe, darf als perfekt bezeichnet werden. Ausnahmslos alles, was derzeit automatisch saugt, hat ordentlich Luft nach oben. Aus dem Grund möchte ich aktuell auch nicht einen höheren 3-stelligen Betrag für einen Saugroboter hinblättern.
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Erst meckern und dann doch wieder kaufen

Jetzt habe ich bereits ein paar Beiträge zum Neato Botvac connected verfasst und hinreichend auf zahlreiche Mankos und Probleme hingewiesen. Ich wurde auch schon gefragt, ob ich mir einen anderen Staubsauger kaufen würde, weil ich mit dem Neato doch so unzufrieden bin. Aber der Eindruck trügt. Im Grunde sind wir ziemlich zufrieden mit unserem, Kokolorix genannten, Botvac Connected. Schwächen haben noch alle autonomen Staubsauger auf dem Markt. Hätte ich das Modell eines anderen Herstellers, so könnte ich ganz bestimmt gleich viele Probleme finden.Wir entschlossen uns bei Neato zu bleiben. Das Arbeiten im Dunkeln und die smarten Funktionen über IFTTT wiegen manchen Nachteil auf. Außerdem können wir auf diese Weise beide Saugroboter über eine App bedienen, was auch nicht ganz dumm zu sein scheint.
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Botvac connected und Botvac D7 connected: Verbrauchsmaterial ist kompatibel

Noch ein Punkt, wieder einen Neato zu kaufen: Das Verbrauchsmaterial ist kompatibel. Jedenfalls, was die beiden Modell in unserem Haushalt angeht passen Seitenbürste, Bürste und Staubfilter bei beiden Modellen. Die kleine schwarze Seitenbürste ist zwar in vielen Filtersets enthalten, aber bei uns tritt hier kaum Verschleiß auf. Kokolorix arbeitet noch immer mit der ersten Seitenbürste; drei Stück habe ich noch herumliegen, weil sie in einem Sechserpack der blauen "Mikro-HEPA-Filter" drin waren. Ich vermute, die Seitenbürsten werden mir bis zum Laufzeitende der beiden Botvac genügen.

Auch der Botvac D7 connected kommt mit einer Universalbürste daher. Wegen der guten Erfahrungen mit der Lamellenbürste habe ich sofort einen Satz Lamellen bestellt und werde diese verwenden, sobald sie ankommen. In den Borsten der Universalbürste bleiben mir einfach zu viele Haare hänge, die anschließen herausgeschnitten werden müssen. Sehr praktisch, dass nicht die gesamte Bürste getauscht werden muss. Statt dessen reicht es, die Lamellen oder auch die Borsten zu ersetzen. Die Lamellenbürste war bei Kokolorix noch im Lieferkarton, doch Rosaline hat nur diese eine Universalbürste mitgebracht.

Waren im Botvac connected noch drei Filter im Lieferumfang, so wurde beim D7 auf zwei "Ultra Performance Filter" reduziert. Einziger Vorteil der schwarzen "Ultra Performance Filter", in meinen Augen, ist die leichtere Entnahme. Der Einschnappmechanismus lässt sich leichter lösen, als bei den blauen "Mikro-HEPA-Filtern". Für den Fall, dass ich wieder auf Selbstbaufilter zurückgreifen werde, werde ich die schwarzen Ultra Performance Filterrahmen verwenden. Solange ich Kauffilter einsetze, bleibe ich bei den weniger teuren "Mikro-HEPA-Filtern". Diese lassen sich wesentlich besser aussaugen.
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Neu: Der Neato FloorPlanner

App-Screenshot Neato-App: My FloorPlan als neuer Menüpunkt für den Botvac D7 conected
Neato-App: My FloorPlan
Dass ich die Kartografierung für eine coole Sache halte, sollte schon bei meinem Beitrag Neato botvac connected: Der erste Kontakt klar geworden sein. Ich hatte auch angedeutet, dass Neato hierbei weit hinter den Möglichkeiten bleibt. Mit dem Botvac D7 connected es ist nun erstmals bei Neato möglich, eine Karte zu erstellen, die den Namen auch wert ist. Bislang war das eigentlich keine Karte, sondern ein Abbild der abgefahrenen Bereiche. Der Unterschied liegt darin, dass man eine Karte für ein erneutes Abfahren verwendet und ein Abbild lediglich das Vergangene darstellt. Ich hatte in einigen Reviews zu bisherigen Neato-Modellen gelesen, dass sie bei den ersten Fahrten etwas unkoordiniert wirkten, was daran läge, dass sie die Wohnung ja noch nicht kennen. Die Aussage ist natürlich Quatsch, denn die bisherigen Modelle "erinnern" sich an keinen einzigen Raum, den sie je abgefahren sind. Mit dem neuen FloorPlanner sollte das Vergessen endlich der Vergangenheit angehören!

Kommen wir zur Praxiserfahrung. Die Karte muss explizit in einem speziellen Reinigungsvorgang erstellt werden. Sie wird nicht automatisch erstellt und ebenfalls nicht aktualisiert. Starten wir Rosaline zu einer "gewöhnlichen" Reinigung, wie auch Kokolorix bisher, so erhalten wir wieder nur ein Abbild der gesaugten Strecken. Auch hier bleiben lediglich die letzten 20 Bilder über die App abrufbar. Ob diese im Staubsauger, oder auf Servern von Neato gespeichert sind, bleibt offen. Es gibt weiterhin keine Möglichkeit die Bilder automatisch auf einem eigenen Speicher abzulegen. Sie können lediglich manuell, über die Teilen-Funktion, exportiert werden. Im Moment weiß ich zwar nicht, was ich mit dem Saugweg der Reinigung vom 13.9.2017 heute noch anfangen soll, aber theoretisch könnte Neato dieses Bild noch haben und selbst verwenden. Warum sollte ich es dann nicht auch automatisch auf einem Cloudspeicher oder einem NAS ablegen können?

Wie schon beim Botvac connected funktionieren die Magnetstreifen auf dem Boden auch mit dem neuen Botvac D7 connected weiter. Eigentlich hatte ich gehofft, mir die Streifen zukünftig sparen zu können, doch die No-Go-Linien funktionieren ausschließlich, wenn die Reinigung über die App gestartet wird. Ernsthaft? Wer aus der Neato-Entwicklungsabteilung hat denn da nach dem Frühstück den Prozess "brain.exe" abgeschossen? Eine Karte und virtuelle Grenzen, die bei 95 % meines Einsatzszenarios nutzlos sind. Das Gute: Man hat sich viel Luft nach oben gelassen und kann mit dem nächsten Modell wieder einen Kinderschritt weiter machen, um das dem Kunden als Turbofortschritt zu verkaufen.
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Neu: Zusätzliche Einstellungen

Neato-App: Neue Einstellungen fuer den Botvac D7 connected
Neato-App: Neue Einstellungen für
den Botvac D7 connected
Konnte beim Botvac connected in der App bisher nur die Modellbezeichnung und Seriennummer ausgelesen und der Robotername geändert werden, geht beim neuen D7 mehr. Als neuen Punkt wird in der App "WLAN" angezeigt. Hier wird mir unser WLAN angezeigt, in das der Roboter eingebucht ist. Es stellt sich so dar, als könnte man neuerdings den Roboter mit mehreren Netzwerken verbinden. Theoretisch wäre es also möglich, den Roboter zusätzlich mit dem WLAN im Ferienhaus zu verbinden. Natürlich müsste man hier auf den neuen My Floor Plan verzichten, weil sich pro Roboter eben nur ein Plan ablegen lässt. Andererseits würde ich mir für ein Ferienhaus einen extra Roboter anschaffen. Es wäre auch möglich, dass man in verschiedenen Bereichen des Hauses unterschiedlich benannte WLAN hat. Dann sollte das funktionieren, was ich aber nicht testen kann.

Ganz neu sind die scheinbar praktischen Einstellungen für die Warnung zum Schmutzbehälter leeren, die Erinnerung an den Filterwechsel und den Bürstenwechsel. Für jede Einstellung lässt ein Wert aus den vorgegebenen Zeitbereichen wählen. Bisher war ja der Annahme, dass die Warnung zum Leeren des Schmutzbehälters bedarfsabhängig sei. Neato bewarb den Botvac D7 connected in seiner Pressemeldung vom 31. August 2017 mit den Worten man setze "damit neue Maßstäbe in den Bereichen Leistungsstärke, einfacher Bedienbarkeit und Smart-Home-Anbindung."
Ich war bisher davon ausgegangen, dass ein erhöhter Motorstrom des Ventilators, welcher sich durch einen höheren Saugwiderstand eines vollen Schmutzbehälters einstellt, detektiert wird. Auch einen notwendigen Filterwechsel könnte man auf diese Weise ein wenig intelligent und bedarfsabhängig gestalten. Ein smarter, hochintelligenter Saugroboter meldet den Füllstand des Schmutzbehälters basierend auf Betriebsstunden. Noch mehr "letztes Jahrtausend" geht wohl kaum!

Extra Care (Schon-Navigation)

Noch eine Neuigkeit findet sich bei Rosaline in der App. Der Navigationsmodus "Extra Care" ist bei Kokolorix nicht vorhanden. Man hat bei Neato wohl erkannt, dass man desweilen ziemlich rabiat mit dem Mobiliar der Kundschaft umgeht. Ein Möbel schredderndes Monster ist der Botvac nicht, aber ein wenig robust sollten die Möbel schon sein. Mit weichem Fichtenholz und scharfen Kanten an Stuhl- und Möbelbeiden steht der kleine Haushaltshelfer auf Kriegsfuß. Meine Möbel haben in dem Jahr, in dem der Botvac connected seine Arbeit verrichtet, keine nennenswerten Schäden vorzuweisen. In meinem Video zu Neato botvac connected: Into Darkness sieht man sehr gut, wie er sein Hinterteil an die Wand presst, obwohl genug Platz fürs Manövrieren wäre. Auch so mancher Stuhl fand sich, nach einem Reinigungsvorgang, nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz. Ganz abgesehen davon, wie armselig es aussehen kann, wenn sich der Botvac scheinbar immer verzweifelter unter dem Stuhl dreht.

Es wurde dringend Zeit, dass Neato hier nachbessert. Nicht dass bisher eine schlechte Reinigungsleistung abgeliefert wurde, aber beim Zusehen wechseln die Angst um den Stuhl und das Mitleid mit Kokolorix ab. Rosaline versprach hier eine Verbesserung bieten zu können. Tatsächlich kommt es bei aktvierter Schon-Navigation zu weniger Kollisionen, wobei sich das Saugen selbst nicht verändert. Zu Beginn werden die Außenkanten das Raumes, entgegen dem Uhrzeigersinn, abgefahren. Anschließend wird der Raum in kleinere Arbeitspakete eingeteilt und diese der Reihe nach abgearbeitet. Der Unterschied zur Standardreinigung liegt in den größeren Sicherheitsabständen; Rosaline hält einfach ein klein wenig mehr Abstand zu Hindernissen. Durch den größeren Abstand ist das Verhalten in den Raumecken mit weniger Wandberührung verbunden. Auf der anderen Seite bleiben dadurch kleine Bereiche in den Ecken ungesaugt. Außerdem wird in dieser Schon-Navigation unter unseren Stühlen konsequent nicht mehr gesaugt. Materialschonung geht hier leider zu Kosten der Arbeitsqualität.
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Schneller zurück ans Ladedock

App Screenshot: Andocken-Button während der Reinigung
Neato-App: Andocken-Button während der Reinigung
oben: Botvac connected
unten: Botvac D7 connected
Gerade wenn man die Reinigung über einen Zeitplan startet, kann es gerne vorkommen, dass man den Roboter sofort wieder zurückschicken möchte. Das kommt bei uns dann vor, wenn wir Urlaub haben, denn Kokolorix macht sich vormittags an die Arbeit, wenn wir außer Haus sind. Im Urlaub fällt der Zeitpunkt dann gerne mitten in die Frühstückszeit. Zwar haben wir unseren Reinigungsplan, sehr flexibel verwaltbar, im Google-Kalender (hier mein zugehöriger Beitrag), aber für die freien Tage vergessen wir schon mal den Termin zu löschen oder zu verschieben. Eigentlich kein Beinbruch, lässt sich der Botvac doch über die App zurück ins Häuschen schicken. Das gestaltet sich beim Vorgänger wenig intuitiv, denn man muss erst "Pause" drücken und dann erst "Andocken". Dabei wird der Button für "Andocken" erst nach einigen Minuten aktiv. Hier hat Neato nachgebessert und liefert, vom Reinigungsbeginn an, für den Botvac D7 connected einen aktiven "Andocken" Button, der ohne Umwege direkt geklickt werden kann. Sehr schön, denn über IfThisThenThat und einer Verknüpfung zum Google-Assistant, klappt das schon längst. Was implementiert, dass gegen ein umwegloses Andocken, aus technischer Sicht, nichts spricht. Schön wäre, wenn Neato diese einfache, intuitiv erwartete Funktion für die bestehenden Modelle noch nachliefert.
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Botvac D7 connected vs. Botvac connected

Jetzt besitze ich also das aktuelle Neato Flaggschiff und den Vorgänger. Was liegt näher, als beide nebeneinanderzustellen. An den Abmessungen hat sich offensichtlich wenig bis gar nichts getan. Auf den ersten Blick wurde ein wenig an der Optik geändert. Es fällt auf, dass der Botvac D7 connected kein Display mehr hat. Wer plant, den Saugroboter nicht ins heimische WLAN zu integrieren, sollte auf das neue Model verzichten. Irgendwie scheinen mir so ziemlich alle nennenswerten Neuerungen eher unter der Haube zu liegen. Bei heutigen Geräten wäre das dann die Firmware. Aus technischer Sicht sollte relativ problemlos möglich sein, den My Floor Plan, die Schon-Navigation und auch die zusätzlichen Einstellungen auf das Vorgängermodell zu transferieren. Klar, dass Neato daran kein Interesse haben wird, weil sich dann das neue Modell weniger verkaufen wird. Unter dem Gesichtspunkten von Nachhaltigkeit und Kundenservice nicht unüblich, aber dennoch ein gehöriger Makel.
Klar kostet die Entwicklung neuer Funktionen Geld und den Invest will der Hersteller, incl. Gewinn, auch wieder haben. Das ist ein absolut legitimes Bestreben. Vielleicht sollte man über ein kostenpflichtiges Funktionsupdate nachdenken? Leider sind ja die neuen Funktionen bei D7 erst angekratzt und nutzen ihr Potenzial nicht vollständig aus. Je nach weiterem Support der alten Hardware variierte dann auch meine Preisvorstellung. Für mich wäre ein bezahlbares Funktionsupdate für Kokolorix jedenfalls eine Option.

MyNeato: Beide Flaggschiffe nebeneinander
MyNeato: Beide Flaggschiffe nebeneinander
Ein Blick in den Neato-Account zeigt einen weiteren kleinen Unterschied zwischen den beiden Modellen. Für den Botvac D7 connected fehlt der Punkt zum Softwareupdate. Ich erinnere mich, gelesen zu haben, dass sich der D7 seine Updates selbst aus dem Netz zieht. Heureka! Dieser Schritt war schon längst fällig, auch wenn die Aluhutfraktion bestimmt wieder mit Bevormundung und Fremdbestimmung kommt. Die üblichen Verbesserungen und Bugfixes erwarte ich heutzutage, tunlichst automatisch geliefert zu bekommen. Darum mag ich mich nicht kümmern müssen, weil es einfach umständlich ist. Wie genau so ein Softwareupdate beim Botvac D7 connected abläuft, kann ich nicht sagen. Rosaline war ein Warehouse Deal und die neueste Firmware war bereits installiert. Kein Wunder hatte doch bereits jemand den Saugroboter bestellt, ausprobiert und zurückgeschickt.
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Wünsche

Zwar kann man mit dem FloorPlanner einen Grundriss seines Hauses speichern, aber so richtig etwas anzufangen, weiß Neato trotz vollmundiger Pressemitteilungen leider nicht. In meinen Augen wäre es zwingend erforderlich, dass die No-Go-Linien auch dann aktiv sind, wenn der Reinigungsvorgang über den Timer, einen der digitalen Assistenten oder am Roboter selbst gestartet wird. Anderenfalls sind diese virtuellen Schranken kaum praxistauglich.

Zusätzlich zu den No-Go-Linien würden mir definierbare Arbeitsbereiche gefallen. Gehen wir davon aus, dass ein Plan für ein komplettes Wohngeschoss vorliegt. Da ließen sich dann die einzelnen Zimmer als Arbeitsbereiche definieren, indem man im Plan eine (vielleicht) grüne Linie zieht und damit ein ganzes Zimmer als Arbeitsbereich definiert. So könnte man den Roboter in ein Zimmer zur Reinigung schicken, welches er dann selbstständig aufsucht, reinigt und dann an autonom die Ladestation zurückkehrt. Natürlich ließe sich das auch als Polygon in einem Raum definieren. Nach dem Essen im kombinierten Wohn- / Ess- / Kochbereich könnte man den Bereich um den Esstisch oder die Küche saugen lassen.

Ich habe versucht dieses Szenario mit No-Go-Linien nachzustellen und bin gescheitert. Mit No-Go-Linien einen Korridor in ein anderes Zimmer oder ans andere Ende unseres Wohnbereiches zu legen, um dort - quasi isoliert - einen Reinigungsvorgang durchführen zu lassen endete mit intensivem Saugen im virtuellen Korridor mit Reinigungsende auf halben Weg.

Fazit oder tl;dr

An der Saugleistung hat sich mit dem neuen Neato Flaggschiff wenig geändert; die ist und war sehr zufriedenstellend. Auch die Sauglogik bleibt bei der bewährten Methode. Ich bin überzeugt, dass ein systematisches, bahnweises Saugen effektiver ist, als das Zufallsprinzip. Was letztlich zählt, ist die Reinigung und die für einen Saugroboter ziemlich in Ordnung, finde ich. Es gibt zwar immer ein paar Ecken und Kanten, die manuell nachgearbeitet werden müssen, aber das ist unabhängig vom verwendeten Roboterhersteller und -model.

Wichtig ist auch, dass Kokolorix und Rosaline zuverlässig zu ihrer Ladestation zurückkehren, falls sie Hunger bekommen bzw. wenn sie ihre Arbeit erledigt haben. Hier gibt es generell ein paar Optimierungen im Arbeitsbereich vorzunehmen. Dazu zählen Schnürsenkel, die tunlichst im Schuh zu verstauen sind. Anderenfalls fressen sich die autonomen Haushaultshelfer daran fest. Einen heulenden Saugroboter unter einem Stuhl hervorholen zu müssen, kommt zum Glück nicht zu häufig vor. Dennoch sollte sich Neato um hier um eine Softwarekorrektur kümmern. Üblicherweise finden unsere Botvac brav zurück an ihren angestammten Platz.

Die Schon-Navigation des Botvac D7 connected mag die Möbel schonen. Ob es auf Dauer ein zufriedenstellendes Reinigungsergebnis geben wird, kann ich noch nicht sagen. Vielleicht müssen wir zur Standard-Navigation zurückkehren. Rosaline scheint mir mit der Standard-Navigation etwas weniger stürmisch zu sein, als Kokolorix. Allerdings glaube ich mich erinnern zu können, dass Kokolorix anfangs auch weniger impulsiv gewesen wäre. Das ist jedoch ein subjektiver Eindruck, der nicht unbedingt richtig sein muss.

Wer bereits einen Neato besitzt und, so wie wir, einen weiteren Saugroboter für weitere Stockwerke, oder auch das Ferienhaus sucht, kann gut und gerne beim vertrauten Hersteller bleiben. Sofern man mit dem bestehenden Modell zufrieden war, wird man auch mit dem neuen Hausgenossen nicht enttäuscht werden.

Was, wie fast immer, als überteuert bezeichnet werden darf, ist die Preisvorstellung des Herstellers. Die Straßenpreise liegen teilweise weit darunter und mit einem glücklichen Zufall, kann man auch Rücksendungen preisgünstig ergattern. Für unseren Botvac connected haben wir im letzten Jahr bei Hornbach, den dort regulären Preis, von 580 € bezahlt. Die 600 € würde damit auch als Obergrenze für den Botvac D7 connected ansetzen. Selbst die, etwas mehr als, 700 € bei Amazon halte ich für zu hoch angesetzt. Unser Warehouse Deal schlug mit 482 € zu Buche und angesichts der notwendigen Reinigung gleich nach dem Auspacken, lag der Gerätezustand recht nahe am Neuzustand.
Sollte Neato bzgl. der genannten Punkte in Bezug auf MyFloorPlan und den zugehörigen No-Go Linien noch nachbessern, könnte man das vorhandene Potential des Neato Botvac D7 connected besser ausschöpfen.
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Genau mein Humor.

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